Lernverhalten der Hunde
Warum lernt ein Hund überhaupt?

Ganz einfach: Nur wer lernfähig ist, kann auf Dauer überleben!
Dies gilt für alle Säugetiere. Würden wir das nicht tun, wären wir schon längst ausgestorben.
Lernen muss schon der neugeborenen Welpe. In welcher Richtung liegen die Milch spendenden Zitzen der Hundemutter? Wie ist der kürzeste Weg dorthin? Das heißt also emsig suchen und nicht aufgeben, bis das Ziel erreicht ist - andernfalls droht der Hungertod oder der Welpe stirbt an Unterkühlung, wenn er sich zu weit vom Lager entfernt.
Der Junghund lernt u.a., dass er nur in Sicherheit ist, wenn er beim Rudel bleibt und sich den älteren Rudelmitgliedern unterordnet.... Unser Familienhund ist auf uns angewiesen. Wir füttern ihn, gewähren ihm Auslauf, nehmen ihn in unser Rudel auf....er lernt, dass wenn er sich dem Menschen anpasst, es ihm besser geht - er optimiert seinen eigenen Zustand.
Positive und negative Erfahrungen prägen das Lernen unseres Hundes. Was einen starken negativen Eindruck beim Hund hinterlässt oder keinen Erfolg verspricht wird in Zukunft gemieden und was von Erfolg gekrönt war, wird gerne wiederholt.

Wie lernt ein Hund?
Ein Hund lernt über Assoziation. Er verknüpft einen bestimmten Reiz mit einer bestimmten Handlung. z.B. Der Hund sieht das fliehende Wild und rennt hinterher, um es zu fangen. Gelangt er zum Erfolg (allein das Verfolgen der Beute reicht den meisten Hunden schon als Positiverlebnis) wird er diese positive Erfahrung beim nächsten Mal wiederholen.

Dauerhafte positive Erfahrungen mit demselben Reiz, führen zur Konditionierung - zu einer dauerhaften immer gleichen Reaktion z.B. dem Verfolgen von fliehendem Wild. Wollen Sie dieses Schema aufbrechen, müssen Sie eine neue Verknüpfung ("Platz") herstellen und diese durch wiederholen Konditionieren, damit sie im Langzeitgedächtnis des Hundes haften bleibt.